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Ja zum Covid-19-Gesetz

Regula Streck­ei­sen, EVP Romans­horn

 

Ich ver­stehe die Auf­re­gung um die Abstim­mung zu die­sem Gesetz nicht. Unser Bun­des­rat und Par­la­ment haben bis­her zurück­hal­tend durch die Pan­de­mie geführt. Die Schu­len waren nur wäh­rend dem ers­ten Lock­down im Früh­ling 2020 geschlos­sen, seit­her immer offen, ganz im Gegen­satz zu Deutsch­land. Auch jetzt sind die Regeln in unse­ren Nach­bar­län­dern viel strik­ter. In Ita­lien gilt Impf­pflicht für alle Arbeitneh-mer, in Öster­reich gilt ein Lock­down für die Unge­impf­ten, in Deutsch­land haben ein­zelne Län­der bereits die 2-G-Regel ein­ge­führt.

Da erachte ich es als völ­lig falsch, unse­rem Bun­des­rat Unge­rech­tig­keit, Dis­kri­mi­nie­rung und sogar Dik­ta­tur vor­zu­wer­fen. Man kann über den Nut­zen und die Nach­teile der Zer­ti­fi­kats­pflicht dis­ku­tie­ren, aber der Vor­wurf der Unge­rech­tig­keit sticht nicht. Weil Geimpfte das Virus nur sehr sel­ten über­tra­gen, ist es ge-recht, dass sie weni­ger Ein­schrän­kun­gen ein­hal­ten müs­sen als die Unge­impf­ten.

Aus­ser­dem ent­hält das Covid-19-Gesetz die Ver­län­ge­rung von Wirt­schafts­hil­fen, was für die­je­ni­gen Bran-chen, wel­che beson­ders unter der Pan­de­mie lei­den, exis­ten­zi­ell wich­tig ist.

Ich emp­fehle ein Ja zum Covid-19-Gesetz.